Die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) #COP27

1992

Vom 3. bis 14. Juni fand die allererste COP in Rio de Janeiro (Brasilien) statt. 

"Offiziell handelt es sich bei den Treffen in Ägypten um die 27. Konferenz der Vertragsparteien (COP 27) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaveränderungen (UNFCCC). Bei den 'Parteien' handelt es sich um die 198 Unterzeichnerstaaten des Rahmenübereinkommens. Das Rahmenübereinkommen ist ein internationaler Vertrag, der 1992 auf dem Erdgipfel in Rio beschlossen wurde. Das Hauptziel dieses Vertrags ist es, 'die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, das eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert'.

Zum Zeitpunkt des Erdgipfels von Rio waren sich die politischen Entscheidungsträger auf der ganzen Welt der Risiken bewusst, die der vom Menschen verursachte Klimawandel mit sich bringt." (Forbes)

Die 27. Weltklimakonferenz, auch COP (Conference of the Parties) genannt, findet in diesem Jahr in der Stadt Sharm El-Sheikh in Ägypten statt.

"Auf der COP26, die im November 2021 in Glasgow stattfand, konnte keine Einigung über den Ausstieg aus der Kohle erzielt werden, sondern nur Anreize für eine schrittweise Reduzierung ihrer Nutzung" (Messad 4. Okt. 2022). So ist eines der Ziele der diesjährigen COP, eine solche Einigung zu erreichen.

Die Ziele und Vorhaben der letzten Weltklimakonferenz in Glasgow (Schottland, UK) 2021 #COP26

  1. Bis Mitte des Jahrhunderts eine globale Netto-Null-Emission sichern und 1,5 Grad in Reichweite halten
  2. Anpassung zum Schutz von Gemeinschaften und natürlichen Lebensräumen
  3. Mobilisierung von Finanzmitteln
  4. Gemeinsam etwas erreichen:
  • das Pariser Regelwerk (die detaillierten Regeln für die Umsetzung des Pariser Abkommens) fertigstellen
  • die Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise durch die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft beschleunigen.

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Was war: Beschlüsse der COP26

In Glasgow bekräftigten die Vertragsparteien (Staaten aus der ganzen Welt, Interessenverbände, Vertreter*innen der Wirtschaft sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und NGO's) das langfristige globale Ziel des Übereinkommens und das Temperaturbegrenzungsziel des Pariser Abkommens und erkannten an, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit das 1. 5-Grad-Ziel in Reichweite zu halten, eine Forderung, die durch den jüngsten Bericht der IPCC-Arbeitsgruppe III bestätigt wurde. Die IPCC-Berichte, einschließlich des jüngsten Berichts der Arbeitsgruppe II, betonten, dass die Welt nicht auf dem richtigen Weg ist, um mit den derzeitigen Klimaauswirkungen fertig zu werden, und dass sie nicht darauf vorbereitet ist, mit der zunehmenden Zahl und dem Ausmaß der durch den Klimawandel verursachten Auswirkungen fertig zu werden.

In den Ergebnissen von Glasgow wurde auch hervorgehoben, wie wichtig es ist, die Unterstützung, einschließlich angemessener Finanzmittel, des Aufbaus von Kapazitäten und des Technologietransfers, dringend aufzustocken, um die Anpassungsfähigkeit zu verbessern, die Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Anfälligkeit gegenüber dem Klimawandel im Einklang mit den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und unter Berücksichtigung der Prioritäten und Bedürfnisse der Vertragsparteien aus Entwicklungsländern zu verringern.

(cop27.eg)

Von der #COP26 zur #COP27

Was ist: Ziele der COP27

  1. Umsetzung der Ziele von Paris und Glasgow beschleunigen, erweitern und Erfolgsprojekte wiederholen.
  2. Erschaffung einer transformativen Anpassungsagenda. Eine Agenda, die sich auf Wissenschaft stützt und auf tatsächliche Bedürfnisse von Ländern und Gemeinschaften in klimatisch anfälligen Situationen eingeht.
  3. Maßnahmen zur Klärung der Unterstützung für Verluste und Schäden: Durch zunehmende Auswirkungen häufigerer extremer Wetterereignisse und sich beschleunigender, langsam eintretender Ereignisse ist es an der Zeit, wirksamen Mechanismen zu erschaffen, die dem Handlungs- und Unterstützungsbedarf insbesondere derjenigen gerecht werden, die am stärksten durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet sind.
  4. Finanzströme in die Realität umsetzen. Bereitstellung, Mobilisierung und Umsetzung von Klimafinanzierung für Entwicklungsländer ist dringende Priorität, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrisen, Schuldenprobleme und steigenden Zinssätze.
  5. Sicherstellung eines geordneten und gerechten Übergangs auf der Grundlage der im Übereinkommen und im Pariser Abkommen vereinbarten Grundsätze, um den vereinbarten Übergang zu einem Wirtschaftsmodell zu schaffen, das auf einer emissionsarmen und klimaresistenten Entwicklung beruht, wie sie im Pariser Abkommen und den in Glasgow festgelegten verstärkten Maßnahmen vorgesehen ist. Weiterhin eine rasche Einführung emissionsarmer Technologien und der schrittweise Abbau emissionsintensiver Technologien, wobei sichergestellt werden muss, dass der gerechte Übergang den Bedürfnissen aller Betroffenen gerecht wird (z. B. Wegfall von Arbeitsplätzen).

Kritik

Eine Meeresboden- und Strandaufräumaktion soll das vermeintliche Engagement der ägyptischen Regierung im Kampf gegen den Klimawandel im Angesicht der bevorstehenden Weltklimakonferenz #COP27 in Sharm El-Sheikh zeigen.

Doch Medienberichte legen nahe, dass die im obigen Video gezeigten Aktionen lediglich eine Inszenierung der ägyptischen Regierung sind, um als Gastgeberland im Fokus der Weltöffentlichkeit vom 6. bis zum 18. November eine gute Figur abzugeben. Nicht nur, dass die ägyptische Regierung eigentlich nicht viel gegen die Klimaerwärmung im eigenen Land tut, auch die Menschenrechtssituation sowie die Situation für politische gefangene bedenklich: So wurden in letzter Zeit zwar vermehrt politische Gefangene freigelassen, allerdings sollen sich noch immer zahlreiche Menschen unrechtmäßig im Gefängnis befinden, so auch der ägyptische Blogger Alaa Abd el-Fattah der aktuell mit fadenscheiniger Verurteilung im Gefängnis sitzt und sich zurzeit sogar im Hungerstreik befindet (watson.de; zeit.de; netzpolitik.org).

Gleichzeitig fahren alle möglichen Parteien zur #COP27 nach Ägypten. Fridays For Future (FFF) Vertreter*innen, Politiker*innen, Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden sowie Nichtregierungsorganisationen (NGO's) aus aller Welt, um nur einige zu nennen. So ist die UN-Klimakonferenz, die jedes Jahr stattfindet, die einzige Konferenz an der alle Parteien dieser Erde an einem Verhandlungstisch zusammen kommen können. Somit ist die jährliche Weltklimakonferenz die aktuell wichtigste Zusammenkunft um dem Kampf gegen die globalen Erderwärmung und damit auch den gemeinsam vereinbarten Zielen ein Stück näher zu kommen (spiegel.de).

Luisa Neubauer von Fridays for Future (FFF) kritisiert unter anderen die Protestbedingungen der durch die lokale Regierung geschaffene "Protestzone" in Sharm El-Sheikh: "Die Möglichkeit zum Protest bei der Weltklimakonferenz in Ägypten ist nach Worten der führenden deutschen Aktivistin von Fridays for Future eine 'Shitshow'. "Es ist komplett absurd. Das ägyptische Regime spricht hier davon, die Jugend zu stärken, will sich als offen und frei inszenieren und meint allen Ernstes damit durchzukommen. Das macht viele von uns hier sehr wütend' [...]." (ZDF Nachrichten)

Alle offiziellen Dokumente der Vereinten Nationen (UN) zur Weltklimakonferenz #COP27 findest du hier (auf Englisch):